Leistungen

Röntgendiagnostik digital

Bei der Untersuchung vieler Erkrankungen und Unfallfolgen kann häufig nicht auf die Anwendung von Röntgenstrahlen verzichtet werden. Dabei bildet die Röntgendiagnostik von Skelett, Lunge, Magen, Darm und harnableitenden Organen den zahlenmäßigen Schwerpunkt. Bis heute hat sich durch umfangreiche technische und organisatorische Maßnahmen der Strahlenschutz für die Patienten kontinuierlich verbessert. Insbesondere mit der Einführung der digitalen Radiographie sowie hochempfindlicher Film-Folien-Systeme konnte die Strahlenbelastung deutlich reduziert werden. Bei der digitalen Radiographietechnik wird nicht ein Film durch Röntgenstrahlen geschwärzt, sondern ein Detektor durch die Röntgenstrahlen angeregt (wie bei der digitalen Fotographie). Das resultierende Bild liegt unmittelbar in elektronischer Form vor und kann auf Monitoren betrachtet werden und in Netzwerken verschickt werden.
Vorteile der Methode sind eine etwas geringere Strahlenbelastung sowie die Möglichkeit, auf Film zu verzichten. Dadurch kann man schneller und effektiver arbeiten. Auch die Archivierung in dann elektronischer Form ist ein Vorteil. Die Bilder können auf Datenträger (CD) übertragen werden.
Die Auflösung der elektronischen, digitalen Bilder ist im Vergleich zur analogen Radiographie kaum geringer. In jahrelangen vergleichenden Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass die klinische Verlässlichkeit und die Erkennungsrate auch kleiner Herdbefunde zur analogen Technik gleich ist und vielfach wegen höherer Kontraste auch besser ist. Durch die Möglichkeit einer Nachbearbeitung der digitalen Bilder bezüglich Kontrast und Helligkeit erreicht man in Problemzonen der Belichtung sogar deutliche Verbesserungen.
Die Technik hat daher die alte analoge Technik ersetzt.
In unserer radiologischen Gemeinschaftspraxis spielen die Maßnahmendes Strahlenschutzeseine zentrale Rolle. Sie sind in den Vorschriften der Strahlenschutz- und Röntgenverordnungen geregelt und werden vom Praxisteam genau eingehalten.

Mammographie

Mit der Mammographie als Röntgenuntersuchung der Brust können in vielen Fällen Knoten entdeckt werden, bevor sie tastbar sind. Außerdem ist diese Methode zur Unterscheidung von gutartigen und bösartigen Veränderungen sowie zur Nachsorge sehr wertvoll. Brustkrebs ist eine der häufigsten Krebserkrankungen der Frau.
Mit Hilfe der Mammographie können Tumoren in einem so frühen Stadium (Mikroverkalkungen ab 0.2 mm, Knoten ab 4mm Durchmesser) erkannt werden, dass in diesen Fällen eine Zehnjahresheilung von etwa 80% möglich ist. Dabei stellt die brusterhaltende Operation immer häufiger die Methode der Wahl dar. Insbesondere bei früher Erkennung und Therapie ist auch das postoperative kosmetische Ergebnis sehr gut.
Weiterführende Untersuchungen, die von uns durchgeführt werden, sind die folgenden:
  • Galaktographie (Kontrastdarstellung der Milchgänge)
  • Diagnostische Mamma-Punktion (zwecks Gewebsuntersuchung von Knoten in der Brust sowie zur Entleerung von Zysten in der Brust durch Punktion)
  • Mamma-MRT
  • Mammascreening
  • Mammapunktionen zur Diagnosesicherung bei Krebsverdacht

Sonographie

Prinzip:
Durch einen Schallkopf Aussendung von Schallwellen in den Körper. Diese werden je nach Gewebseigenschaft unterschiedlich zurückgesandt, computergesteuert wird ein zweidimensionales bewegtes Bild erzeugt. Außerdem können Arterien und Venen sowie Bewegungen in Flüssigkeiten dargestellt werden, diese können so optimal von Lymphknoten o.ä. abgegrenzt werden.
Der Ultraschall ist ein nicht belastendes patientennahes Verfahren, welches, vom erfahrenen Untersucher duchgeführt, aufwändige, belastendere und teure Untersuchungen wie Computertomographie und Kernspintomographie bei einigen Fragestellungen vermeiden kann. Dies kommt insbesondere Kindern entgegen.

Computertomographie

Der Computertomograph ist ein Untersuchungsgerät, bei dem mit Hilfe eines um den Körper rotierenden Röntgenstrahlenbündels ein Querschnitt des Körpers dargestellt werden kann. Mit dem Computer wird die Bildauswertung in Schichten (=Tomogrammen) möglich. Eine sehr gute diagnostische Aussage ist im Bereich der Weichteile des Bauches (Leber, Nieren, Bauchspeicheldrüse) und des kleinen Beckens möglich. Beste Untersuchungsergebnisse erzielt der Computertomograph auch im Bereich der Lunge. Die Computertomographie kann auch zum Nachweis eines Bandscheibenvorfalles und bei Knochenbrüchen eingesetzt werden. Je nach Fragestellung ist es nötig, ein Kontrastmittel zu verwenden. Sie sollten daher ab 4 Stunden vor der Untersuchung nichts mehr essen.
Untersuchungen...
  • des Abdomens
  • des Thorax
  • des Schädels und Gehirns
  • der Knochen (z.B. der Halswirbelsäule-HWS- oder der Lendenwirbelsäule-LWS-)
  • Angio-CT (Darstellung der Arterien und Venen)
  • Herz
  • Virtuelle Koloskopie

Multislice CT

Die Computertomographie basiert auf einer speziellen Form der Röntgenuntersuchung, bei der Querschnittsbilder der zu untersuchenden Körperregion erzeugt werden. Das Gerät ist ringförmig konstruiert. Es ergeben sich daher auch für Patienten mit Platzängsten in aller Regel keine Probleme. Durch ein System aus Röntgenröhre und gegenüberliegenden Detektoren werden bei der Rotation um den Patienten während der Untersuchung Daten erzeugt. Diese werden im Gegensatz zu gewöhnlichen Röntgenaufnahmen, die ja lediglich ein Summationsbild darstellen (die hintereinanderliegenden Organe sind aufeinander projeziert), zweidimensional überlagerungsfrei neu errechnet.
Wir bieten die sogenannte Multislice-CT-Untersuchung an. Dabei ergeben sich zwei ganz entscheidende Vorteile. Statt einer Schicht können gleichzeitig zahlreiche Schichten aufgenommen und das Röntgenröhren-Detektorsystem rotiert vielfach schneller um den Patienten. Somit ist es möglich, in kürzerer Zeit die Untersuchung durchzuführen. Gleichzeitig wird die Detailauflösung vervielfacht.

Schmerztherapie

Falls bei Rückenschmerzen mit konservativen Therapiemethoden keine ausreichende Linderung erreicht wird, ist die CT gesteuerte Infiltrationstherapie mit einem lokal wirksamen Betäubungsmittel sowie gegebenenfalls zusätzlich einem Cortisonpräparat eine mögliche schmerztheapeutische Option. Diese wird eingesetzt, wenn Abnutzungsveränderungen der Bandscheiben, Bandscheibenvorfälle und Verschleiß der kleinen Wirbelgelenke die Schmerzen ursächlich hervorrufen.

Magnetresonanztomographie

Die Magnetresonanztomographie ist eine diagnostische Methode, die sehr genaue Bilder des menschlichen Körpers ohne Anwendung von Röntgenstrahlen liefert. Die Bilddaten werden mit Hilfe eines Magneten und einer Radiowelle erzeugt. Das endgültige Bild wird dann mittels eines sehr leistungsfähigen Computers berechnet. Schädliche Nebenwirkungen durch diese Methode sind nicht bekannt. Allerdings dürfen Patienten mit einem Herzschrittmacher den Magnetraum nicht betreten. Bei Gelenkprothesen, Gefäßclips, Granatsplittern oder anderen Metallteilen im Körper fragen Sie uns bitte schon bei der Anmeldung zur Untersuchung. Wir können dann im Einzelfall individuell entscheiden, ob eine Magnetresonanztomographie bei Ihnen möglich ist. Im Magnetraum ist ein ständiger direkter Kontakt über eine Wechselsprechanlage und durch einen Selbstmeldeknopf gewährleistet. Jede Bewegung während der Messung verursacht Störungen in der Bildgebung, deshalb sollten Sie ruhig liegen und sich während des Klopfgeräusches nicht bewegen.
  • MRT des Gehirns einschließlich Schlaganfalldiagnostik
  • MRT der Wirbelsäule und des Rückenmarks
  • MRT von Hals und Brustraum
  • MRT des Abdomen und Beckens einschließlich von Spezialuntersuchungen
  • MRT der Knochen und Gelenke (auch funktionelle MRT der Gelenke)
  • MRT der abdominellen Organe
  • MRT des Herzens
  • MRT der Arterien und Venen (Angio-MR vor allem der Becken-und Beinarterien und der Halsarterien)
  • MRT - Mamma
  • MRT - Prostata
  • MR-Enterographie
  • Lebereisenmessung

Nuklearmedizin

Routineuntersuchungen:
Schilddrüsen-Diagnostik:
  • Szintigraphie (Technetium-99m-Pertechnetat)
  • Sonographie (7,5 MHz)
  • Labor (FT3, FT4, TSH basal, TSH stimuliert, MAK, TAK, TRAK, hTg)
  • Feinnadelpunktion
Knochen-Szintigraphie:
  • Knochen-Szintigraphie (MDP-Phosphonat)
Nieren-Szintigraphie:
  • Nieren-Funktionsszintigraphie (Technetium-99m-MAG 3)
Herz-Szintigraphie (Myokard-Szintigraphie):
  • Myokardperfusions-Szintigraphie (Technetium-99m-Tetrofosmin)
Lungen-Szintigraphie:
  • Lungenperfusions-Szintigraphie (Technetium-99m-MAA)
Untersuchungen auf Anfrage:
  • Leberfunktions-Szintigraphie (Technetium-HIDA)
  • Entzündungs-Szintigraphie
  • Knochenmark-Szintigraphie
  • Patienteninformationen zur Nuklearmedizin

PET-CT

Zur Anmeldung einer PET CT Untersuchung rufen Sie bitte in unserer nuklearmedizinischen Abteilung 50202-143 oder an der Zentrale 502020 an. Zur besseren Planung der Untersuchung werden wir Ihnen einige Fragen stellen und insbesondere nach Vorliegen einer Zuckerkrankheit oder einer Nierenfunktionseinschränkung fragen. Bitte hinterlassen Sie dann Ihre Telefonnummer. Sobald wir die Termine am Gerät abgefragt haben, rufen wir Sie zurück und vereinbaren einen passenden Untersuchungstermin. Zu diesem Termin finden Sie sich bitte am PET CT Gerät ein (Standort: Sigmund-Freud-Str. 25, Nuklearmedizinische Klinik PET CT Kooperation Bonn Venusberg - Nähe Turmgebäude).

Richten Sie sich bitte auf einen Zeitraum von ca. 3 Stunden Gesamtaufenthalt inklusive Vor- und Nachbereitung ein. Die eigentlichen Messungen erfolgen liegend und dauern bis zu 40 Minuten. Bitte vermeiden Sie Bewegungen während der Messung. Nach Beendigung der Untersuchung können Sie nach Hause gehen oder aber zur Beschleunigung der Auswertung die Messdaten auf einem Ihnen dann auszuhändigenden Datenträger (CD) zu uns in das Haydnhaus (Praxis Haydnhaus, Haydnstr. 36, 53115 Bonn) bringen. Wir werden dann die spezialisierte medizinische Auswertung zeitnah (entweder sofort oder spätestens bis zum Folgetag) vornehmen und Ihnen das Ergebnis entweder sofort oder telefonisch mitteilen. Ihr behandelnder Arzt und/oder Sie selbst erhalten einen ausführlichen Bericht und eine Bilddokumentation.

Radiosynoviorthese

Das chronisch entzündete Gelenk stellt häufig ein therapeutisches Problem dar. Sowohl bei rheumatischen als auch bei degenerativen chronischen Entzündungen führt die Reaktion der Gelenkschleimhaut (Synovia) zu mitunter schwer beherrschbaren Schmerz- und Schwellungszuständen. Eine mögliche Therapie ist die Injektion einer gering radioaktiven Substanz in das Gelenk (Radiosynoviorthese, RSO) mit dem Ziel durch die leichte Bestrahlung der entzündeten Gelenkschleimhaut (Synovialitis) einen Rückgang der Schmerzen und Schwellung zu erreichen. Mit der Methode konnten an den meisten zugänglichen Gelenken Therapieerfolge erzielt werden. Die Erfahrungen reichen bis in die 70iger Jahre (Müller et al. Ther Umsch 1974). Erste Publikationen zum Einfluß lokal injizierter Radionuklide auf die Synovia datieren aus den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts!
Die besten Ergebnisse werden am Hüft- und Kniegelenk erzielt (objektivierbarer Therapieerfolg in bis zu 80%). Die höchsten Ansprechraten findet man in frühen Stadien der rheumatoiden Arthritis aber auch bei aktivierter Arthrose.